HØJER TÆPPEFABRIK A/S – Handwerk seit Generationen
Von einem unscheinbaren Einmannbetrieb Ende des 19. Jh. zu einem der führenden Unternehmen des Landes, zum Konkurs und wieder zurück zur Spitze – die HØJER TÆPPEFABRIK A/S kann wahrlich auf eine interessante Geschichte zurückblicken. Die HØJER TÆPPEFABRIK A/S gehört mit rund 130 Jahren zu den ältesten Unternehmen seiner Art in Europa und Traditionen und Erfahrungen waren mit ihr stets verbunden.
Von der Spinnerei zum Teppichwerk
Der Vorgänger des jetzigen Teppichwerks wurde bereits 1878 im südjütländischen Ort Højer gegründet – mit dem Namen
Sønderjydsk Tæppefabrik. Hier wurde mit 2-3 Mitarbeitern vorzugsweise die Wolle der Bauern vor Ort versponnen und gefärbt.
Nach einem Feuer im Jahr 1899 begann man erneut und es wurden einige Webstühle und eine Spinnmaschine aufgestellt, die Garn und Kleidung herstellen konnten. Aber erst Anfang der 20er-Jahre, während sich die Firma in einer wirtschaftlichen Krise befand, starteten der damalige Eigentümer A. R. Kjærby und seine Frau den Versuch, Teppiche herzustellen. Mit aufgekrempelten Ärmeln am Spülbottich legten sie das Fundament für das heutige Teppichwerk.
Die Umstrukturierung zur Herstellung von Teppichböden war erfolgreich und die Nachfrage riesig. Im Laufe der Jahre wurde das Werk erweitert und mehrere Maschinen angeschafft, u. a. auch die damals breiteste Teppich-Webmaschine mit einer Breite von 4 m – die gleiche, auf der man heute noch fertigt. Zu Beginn des 2. Weltkrieges waren hier 130 Beschäftigte und das Teppichwerk gehörte zu den führenden Unternehmen des Landes.
Untergang und Neuanfang des Unternehmens
Während des Krieges wurde die Fertigung bald unmöglich, weil es keine Rohstoffe mehr gab. Nachdem A. R. Kjærby die Firma viele Jahre lang allein besessen und geführt hatte, wurde sie 1937 in eine Familien-AG umgewandelt. So wurde sie viele Jahre weitergeführt, bis sie in den 60er- und 70er-Jahren an Investoren ging, die umfangreiche Umstrukturierungen vornahmen, was die Firma nicht verkraften konnte und 1975-1976 zu Grunde ging.*
Nach diesem wechselvollen Schicksal wurde die Firma auch nach Århus verlegt, wo sie 1995 von den jetzigen Eigentümern, der Familie Degn-Hansen, gekauft wurde. Das Werk wurde nach Skævinge am Rande von Kopenhagen verlegt, wo es sich noch heute befindet.
Wie zu Gründungszeiten des Teppichwerks war es auch diesmal die Familie selbst, die das Unternehmen in Schwung brachte.
Heute befindet sich das Unternehmen in einer rasanten Entwicklung und der Ruf als innovatives und qualitätsbewusstes Unternehmen ist wiederhergestellt. HØJER TÆPPEFABRIK gehört heute wieder zu den anerkannten Unternehmen in der Branche.
*Quelle: Sønderjydsk Tæppefabrik von Claus Eskildsen, Verlag Bogforlaget Guldhorn, Ein Dank an Henny und Poul Birkelund, Højby.